{"id":15516,"date":"2026-01-21T09:00:52","date_gmt":"2026-01-21T09:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/newestek.com\/?p=15516"},"modified":"2026-01-21T09:00:52","modified_gmt":"2026-01-21T09:00:52","slug":"eu-kommission-will-huawei-und-zte-aus-netzen-verbannen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/newestek.com\/?p=15516","title":{"rendered":"EU-Kommission will Huawei und ZTE aus Netzen verbannen"},"content":{"rendered":"<div>\n<div id=\"remove_no_follow\">\n<div class=\"grid grid--cols-10@md grid--cols-8@lg article-column\">\n<div class=\"col-12 col-10@md col-6@lg col-start-3@lg\">\n<div class=\"article-column__content\">\n<section class=\"wp-block-bigbite-multi-title\">\n<div class=\"container\"><\/div>\n<\/section>\n<div class=\"extendedBlock-wrapper block-coreImage undefined\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die EU-Kommission will chinesische Hersteller wie Huawei und ZTE aus europ\u00e4ischen Mobilfunknetzen verbannen, um die Cybersicherheit zu verbessern.<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"imageCredit\">Jacek Wojnarowski \u2013 shutterstock.com<\/p>\n<\/div>\n<p>Die EU-Kommission will umstrittene Anbieter von Netzwerktechnik k\u00fcnftig in Deutschland und anderen EU-Staaten verbieten k\u00f6nnen. Bei dem Vorschlag d\u00fcrfte es insbesondere um chinesische Technologiefirmen wie Huawei und ZTE gehen. Hintergrund ist die Sorge vor Sabotage und Spionage durch Drittstaaten.\u00a0<\/p>\n<p>Mit einer entsprechenden Rechtsgrundlage soll die EU-Kommission in letzter Instanz untersagen k\u00f6nnen, Technik besonders risikobehafteter ausl\u00e4ndischer Unternehmen zu nutzen, wie aus einem Gesetzesvorschlag hervorgeht. In dem Entwurf der Kommission werden weder Unternehmen noch L\u00e4nder genannt.\u00a0<\/p>\n<p>Seit Jahren nachdr\u00fccklich wiederholte Empfehlungen der Europ\u00e4ischen Kommission an die EU-L\u00e4nder, Technik von Huawei und ZTE aus Sicherheitsgr\u00fcnden nicht in ihren Mobilfunknetzen zu verwenden, k\u00f6nnten dadurch verpflichtend werden. Aus Sicht der Beh\u00f6rde schlie\u00dfen bislang zu wenig L\u00e4nder die beiden Hersteller beim Betrieb von 5G-Mobilfunknetzen aus.<\/p>\n<p>2023 hie\u00df es aus der EU-Kommission, von den Herstellern ZTE und Huawei gingen wesentlich h\u00f6here Risiken aus als von anderen 5G-Anbietern. Spanien schloss im vergangenen Jahr zun\u00e4chst dennoch einen millionenschweren Vertrag mit Huawei ab, was die zust\u00e4ndige Vizepr\u00e4sidentin der EU-Kommission Henna Virkkunen kritisierte.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"huawei-und-zte-in-deutschen-mobilfunknetzen-viel-verbaut\">Huawei und ZTE in deutschen Mobilfunknetzen viel verbaut\u00a0<\/h2>\n<p>Seit der Einf\u00fchrung der 4. Mobilfunk-Generation vor rund 15 Jahren bildeten Huawei und ZTE das R\u00fcckgrat der deutschen Mobilfunknetze (Telekom, Vodafone und vor allem O2 Telef\u00f3nica). Die beiden chinesischen Ausr\u00fcster boten moderne Technologie zu Preisen an, mit denen europ\u00e4ische Konkurrenten wie Ericsson oder Nokia kaum mithalten konnten.\u00a0<\/p>\n<p>Der Einsatz der ausl\u00e4ndischen Technik geriet in den vergangenen Jahren jedoch wegen vermuteter Sicherheitsrisiken und potenzieller Einflussnahme durch China immer st\u00e4rker in die Kritik.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Handelskriegs zwischen den USA und China wuchs die Sorge vor Spionage und Sabotage. So wurde bef\u00fcrchtet, dass Inhalte abgeh\u00f6rt oder Netze aus der Ferne abgeschaltet werden k\u00f6nnten. Nach jahrelangem Ringen einigte sich in Deutschland im Sommer 2024 das Bundesinnenministerium mit den Netzbetreibern. Demnach d\u00fcrfen in 5G-Kernnetzen bis sp\u00e4testens Ende 2026 keine Komponenten von Huawei und ZTE mehr eingesetzt werden. Auf Funkmasten kann noch bis Ende 2029 chinesische Technik verwendet werden.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"verbote-in-anderen-bereichen-kritischer-infrastruktur-moeglich\">Verbote in anderen Bereichen kritischer Infrastruktur m\u00f6glich\u00a0<\/h2>\n<p>Konkret w\u00fcrde der nun von der EU-Kommission vorgeschlagene Mechanismus es den Br\u00fcsseler Netzw\u00e4chtern erlauben, zusammen mit den Mitgliedstaaten eine Risikobewertung f\u00fcr bestimmte Hersteller zu veranlassen. Wird ein Anbieter als zu risikobehaftet gesehen, k\u00f6nnte die Kommission ihn in einem letzten Schritt auf eine entsprechende Verbotsliste setzen.\u00a0<\/p>\n<p>Technik von Herstellern auf dieser Liste d\u00fcrfte dann nicht mehr in der kritischen Infrastruktur von EU-L\u00e4ndern verbaut werden, bestehende Komponenten m\u00fcssten nach dem Vorschlag binnen drei Jahren ersetzt werden.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"komponenten-nicht-nur-im-mobilfunk-weit-verbreitet\">Komponenten nicht nur im Mobilfunk weit verbreitet<\/h2>\n<p>Die Bedenken von Experten gegen den Einsatz von Technik aus China betreffen nicht nur den Mobilfunk. Auch in anderen Bereichen der kritischen Infrastruktur, etwa der Bahn, im Energiesektor oder in st\u00e4dtischen Netzen wurden jahrelang Ger\u00e4te von Huawei oder ZTE verbaut.\u00a0<\/p>\n<p>So ist Huawei etwa Weltmarktf\u00fchrer bei Wechselrichtern f\u00fcr Solaranlagen. Diese smarten Ger\u00e4te sind ans Netz angeschlossen. Hier bef\u00fcrchten manche Experten ein spezielles Bedrohungsszenario: Wenn ein feindlicher Akteur Tausende dieser Wechselrichter gleichzeitig abschalten oder manipulieren k\u00f6nnte, w\u00e4re die Stabilit\u00e4t des Stromnetzes gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Auch hier k\u00f6nnte die EU-Kommission dem Gesetzesvorschlag nach zuk\u00fcnftig t\u00e4tig werden und Hersteller, die ihrer Ansicht nach mit Sicherheitsrisiken verbunden sind, pr\u00fcfen und ausschlie\u00dfen.\u00a0<\/p>\n<p>Bevor die Vorschl\u00e4ge der EU-Kommission umgesetzt werden und die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde damit tats\u00e4chlich weitreichendere Befugnisse bekommt als bisher, m\u00fcssen sich das Europaparlament und die EU-Staaten noch mit den Ideen auseinandersetzen. Sie k\u00f6nnen dabei auch \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge machen.\u00a0<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"eu-agentur-fuer-cybersicherheit-soll-bei-abwehr-helfen\">EU-Agentur f\u00fcr Cybersicherheit soll bei Abwehr helfen<\/h2>\n<p>Die EU-Kommission will zudem die EU-Cybersicherheitsagentur ENISA mit mehr Befugnissen aufr\u00fcsten \u2013 und ihr damit auch mehr Aufgaben zu geben. So soll die Agentur mit Sitz in Griechenland etwa gemeinsam mit den nationalen Beh\u00f6rden sogenannte Ransomware-Attacken abwehren. Ransomware ist Schadsoftware, die Daten und Systeme verschl\u00fcsselt und erst gegen Zahlung eines L\u00f6segelds wieder freigibt.\u00a0<\/p>\n<p>Wie folgenreich solche Cyberangriffe f\u00fcr die Menschen in Europa sein k\u00f6nnen, hatten zuletzt etwa die zahlreichen Ausf\u00e4lle und Versp\u00e4tungen an mehreren europ\u00e4ischen Flugh\u00e4fen im September des vergangenen Jahres gezeigt. Nachdem ein IT-Dienstleister mit einer Schadsoftware angegriffen wurde, kam es an Flugh\u00e4fen in Berlin, Br\u00fcssel, Dublin und London Heathrow tagelang zu Problemen bei der Passagier- und Gep\u00e4ckabfertigung.<\/p>\n<p>Zusammen mit den Mitgliedstaaten soll ENISA zudem Schwachstellen in der Cybersicherheit identifizieren und zus\u00e4tzliche EU-weite Standards festlegen. F\u00fcr ihre neue Verantwortung bekommt die Agentur den Pl\u00e4nen der EU-Kommission nach dann etwa 100 neue Mitarbeitende zus\u00e4tzlich sowie deutlich mehr Geld. Auch mit diesen Vorschl\u00e4gen der Kommission m\u00fcssen sich das Europaparlament und die EU-Staaten noch befassen. (dpa\/jm)<\/p>\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"\"><\/h2>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission will chinesische Hersteller wie Huawei und ZTE aus europ\u00e4ischen Mobilfunknetzen verbannen, um die Cybersicherheit zu verbessern. Jacek Wojnarowski \u2013 shutterstock.com Die EU-Kommission will umstrittene Anbieter von Netzwerktechnik k\u00fcnftig in Deutschland und anderen EU-Staaten verbieten k\u00f6nnen. Bei dem Vorschlag d\u00fcrfte es insbesondere um chinesische Technologiefirmen wie Huawei und ZTE gehen. 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