Hacker erpressen weniger Lösegeld

immer mehr betroffene Unternehmen und Organisationen folgen dem Rat, kein Lösegeld zu zahlen

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Laut einem neuen Bericht des Analyseunternehmens Chainalysis konnten Hacker im Jahr 2025 im Zusammenhang mit Ransomware-Angriffen insgesamt 820 Millionen Dollar erbeuten.

Auch wenn die Summe hoch ist, im Vergleich zum Vorjahr ist sie damit um 28 Prozent gesunken. Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Zahl der Angriffe im Jahr 2025 um 50 Prozent gestiegen ist (gegenüber 2024).

Warnung vor Lösegeldzahlungen wirken

Die Analysten erklären sich den Rückgang damit, dass immer mehr betroffene Unternehmen und Organisationen dem Rat folgen, kein Lösegeld zu zahlen. Wer auf die Forderungen eingeht, läuft nämlich ein höheres Risiko, künftig erneut Ziel ähnlicher Angriffe zu werden. Hinzu kommt, dass die Zahlung von Ransomware-Lösegeldern unter Umständen strafbar sein kann.

Auffällig ist jedoch, dass die durchschnittliche Höhe der Lösegeldzahlungen deutlich gestiegen ist: Während die Gesamteinnahmen stagnierten, erhöhte sich die durchschnittliche Zahlung im Vergleich zum Vorjahr um 368 Prozent auf fast 60.000 Dollar.

Das deutet laut Chainalysis darauf hin, dass betroffene Unternehmen im Einzelfall höhere Beträge zahlen – offenbar in der Hoffnung, dass die Cyberkriminellen gestohlene Daten tatsächlich löschen und nicht weiterverkaufen oder mit anderen Bedrohungsakteuren teilen.

Laut Bleeping Computer ist dies das vierte Jahr in Folge, in dem die Gesamtlösegeldsumme rückläufig ist. (mb)